Siedlung Karlshof

Der Ursprung der Siedlung Karlshof geht zurück auf die Parzellierung und Vererbpachtung der Israelsdorfer Feldmark im Jahre 1781.

Von den 15 Parzellen bilden die Parzellen 9 bis 15 den Siedlungskern von Karlshof.

Die Namensgebung geht zurück auf den russischen Generalkonsul und Kaufmann in Lübeck Karl von Schlözer (1780–1859), der in den Jahren 1845 und 1850 vier Parzellen Land von der Stadt Lübeck pachtete um dort eine Hofstelle zu errichten (Parzellen 9 bis 12).

Er erhielt die Erlaubnis, diese Ansiedlung Karlshof zu nennen. Die ursprüngliche Hofstelle befand sich auf der Parzelle Nr. 9 (Travemünder Allee/Ecke Am Schellbruch). Die Straßenbezeichnung Hofweg erinnert an diese Zeiten. Etwa an dieser Stelle steht heute das Gemeinschaftshaus Karlshof.

Der erste Bebauungsplan wurde im Jahre 1910 aufgestellt und umfasste lediglich die Straße Am Schellbruch. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Karlshof durch die Siedlungsbewegung ab 1920 erschlossen und als Wohnstadtteil entwickelt. Insbesondere wurden zwischen 1920 und 1928 von der Gemeinnützigen Siedlungsgenossenschaft Lübeck mehr als 100 Siedlungshäuser in Karlshof gebaut. Heute ist Karlshof eine Lübecker Vorstadtsiedlung, die in den 1950er Jahren weiter stark mit Einfamilienhäusern bebaut wurde.

Zu den Einfamilienhäusern wurden im westlichen Teil später Wohnblöcke und ein Hochhaus errichtet.

Mittlerweile leben ca. 3.500 Menschen in Karlshof.

Trotz des anliegenden Gewerbegebietes hat Karlshof seinen Siedlungscharakter behalten und bietet ein großes Naturschutzgebiet im Bereich des Schellbruchs und der Trave.

Quelle Wikipedia (teilweise)

Luftbild der Siedlung Karlshof

Author und Kontakt für die Siedlung Karlshof Elke Kondziella